Y'all know Lah!Neues von Queen Latifah, MC Lyte und Yoyoo.k. zwei kleine nachrichten am rande. die erste: QUEEN LATIFAH; MC LYTE und YOYO brachten/bringen in diesen tagen ihre neuen alben raus. die zweite: das ist kein thema. nochmal: also QUEEN LATIFAH, royality of rap, die königin des hip hop, die frau die seit dekaden das weibliche sprechen im rap repräsentiert - mit MONIE LOVE "women in the middle" rappte - LATIFAH, die neben seifenopernkomik die butch dyke in 'set it off' mimte. LATIFAH, sista africa, die 1989 mit ‚all hail the queen' afrocentricity und 1993 UNITY predigte, und die sich neben afrocentered, als womancentered versteht. ‚order in the court' ist ihr neues album und wäre es programmatisch gemeint, dann könnte im gerichtssaal nicht mehr ordnung, schweigen und desinteresse für ihren fall herrschen. jedenfalls in den deutschsprachigen blättern. in ‚the source', dem us-amerikanischen rap-zine hingegen erscheint ein interview, das sich verwunderlicherweise weniger mit der produktionseinheit LATIFAH [1] auseinandersetzt, sondern so etwas wie ein coming-out-interview führt. Und das ausgerechnet in einem blatt, das so macho-rap-zentriert ist, und in dem queer höchstens als faggot-witz homophober ‚schwul sein ist eine dekadente kaukasische erfindung'-kacker vorkommt. getitelt wird das interview mit LATIFAH dann auch so: ‚those damn gay rumors'. hier hingegen wird wieder so getan, als sei eine lesbische LATIFAH keine sensation[2]. vor allem zwei stücke, die leider nicht auf ‚Order in the Court' sind, nämlich ‚Name calling, Part II' und ‚Get off Minez', wo, für die Rapcommunity verwirrende Zeilen wie: "Get off my dick and tell your bitch to come here" vorkommen, werden im source interview abgefragt. diese textzeile ist schon ziemlich heftig, und selbst wenn sie damit ihren bull dyke charakter aus ‚set it off' unterstreichen will, ist diese gender-aneignung zu explizit um sie mit hip hop lyrics abzutun. um so erstaunlicher, daß ihr tatsächliches album dann eher brav und wenig aufregend, mit seltsamen surrealistischen covergestaltungen und voll ist mit souligen stimmausflügen. lustig auch, daß bei LATIFAH genau wie bei MC LYTE der anfang raw rap ist, und immer softiger wird, und man bei dem - immer noch geschobenen - album von frau YOYO annehmen kann, daß es - ähnlich wie LAURYN HILL -mit r&b anfängt und auch so weitergeht. dieses rumsingen erspart uns MC LYTE weitläufig, ansonsten ist Seven&Seven rauHer, deutlicher, akzentuierter und eindringlicher als das album von LATIFAH. Seven&Seven kommt trotzdem lange nicht sooo heftig wie das boomende vorgängerinnenalbum ‚Bad as I wanna be', ist aber mit Stücken wie ‚I can't make a mistake' bei dem man deutlich MISSY ELLIOTTs vorgabe zum gebrauch von gebrochenen beats merkt, oder dem dancehall stück mit Beenie Man, eine klasse platte. auch diese frau steht seit sie 12 jahre ist am mikrofon und hat seitdem nicht nur einen lustigen wandel von der pelztragenden luxuskarre [3]-besitzerin plus goldbehängten mitfahrer durchgemacht, sondern rap-geschichte mitgeschrieben. hat sich in auseinandersetzungen geklinkt und durch ihre platten vorgaben gemacht, die sie heute wieder durch die zusammenarbeit von ‚jetzt hypes' wie MISSY zurückkriegt. MISSY ELLIOTT, der leuchtende star in 1997 fällt bei dieser nahezu unsichtbar gebliebenen produktionsreihe allerdings raus. nicht, daß hinter ihrer power front nicht ideen, projekte und jede menge doper scheiß für die nächsten dekaden zu vermuten sind. ihr ‚Why do fools fall in love' sountrack ist allerdings einfach zum knicken. schon allein der ekligen zusammenstellung wegen: Mel B. von den Spice Girls, Busta Rhymes und Nicole [4], die dann auch später mit MC LYTE auf tour gehen wird. die wahren wirklichen props und respektbezeugungen gehen hier aber an T-LOVE! ja, t-love. die frau, die coolen jazzigen off beat locker gegen-freestyled, die spoken word und jazz improvisation gleichermaßen abhakt, knisternd, knackig, klar präsent! geil! sie kriegt klar die beste album blume und soll hinter allen winterfenstern freude bringen im advent. spoken words, slam poetry ist auch das momentane ding von ina von neid. jedenfalls hat sie der neuen neid eine mini cd beigegeben, die zwischen echter wortarbeit und eklektizistischem geräusche sammeln experimentiert und verstörend ungewöhnlich très cool ist. wobei ich mir wünsche, dass sie mal anfängt ihre mix tapes auf kleine runde scheiben zu drucken und um sich zu werfen: respect: specially us gals. ganz von woanders, aber ziemlich toll ist ANDREA PARKERS neue platte auf k7. und das sag ich nicht nur, weil sie die souveränste art hat depeche mode zu sampeln. Liebe geht hinaus zu den frauen da im haus!/ love goes out to the women in da house annette weber [1]Ähnlich wie bei Missy, aber nicht so phett, hat LATIFAH mit flavor unit entertainment eine agentur, in der leute wie ll cool j, naughty by nature, onyx und faith evans betreut werden. außerdem hat LATIFAH auch schon mc lyte produziert, womit das netz zwischen missy, LATIFAH und lyte wieder dicht wäre. [2] Aber blöde rödelheimer oder giggolos out of hell werden fett auf musikmagazinen zu aufmachern [3] Lyte as a rock 1989, und immer noch im 2 seater 1996 mit r. kelly [4] nicole ray, make it hot, e/w T-LOVE: RETURN OF THE B-GIRL feat.kid named miles / pickininny rec QUEEN LATIFAH: ORDER IN THE COURT motor/motown MC LYTE: SEVEN & SEVEN e/w MISSY ELLIOTT GATHERS SUPERSTARS FOR ‚ WHY DO FOOLS FALL IN LOVE SOUNDTRACK' e/w LAURYN HILL: THE MISEDUCATION OF LAURYN HILL NEID KONGRESS/ T-INA: OUR DEFINITION OF A BOMBASTIC TALK: ina wudtke, schwedter str 250, 10119 berlin, fonfax. 030-44055141, e-mail: ina@thing.de ANDREA PARKER K7
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