Mark Achbar (Hg) 
Noam Chomsky -  
Wege zur intellektuellen Selbstverteidigung 

Medien, Demokratie und Fabrikation von Konsens.  
Aus dem Englischen übersetzt von Helmut Richter.  
Trotzdem Verlag 1996  
Deutsche Erstausgabe 
240 Seiten, Broschur, Fadenheftung 
Format 23x21,5 cm 
ca. 200 s/w Fotos 
39 DM 
ISBN 3-922209-88-2 

 

Wege zur intellektuellen Selbstverteidigung ist das Porträt eines Intellektuellen, der als Linguist weltweit gerühmt, als politischer Essayist und Kritiker jedoch weitgehend ignoriert wird. Noam Chomsky ist seit den 60er Jahren einer der eloquentesten und schärfsten Kritiker der US-amerikanischen Außen- und Wirtschaftspolitik. Im Vietnamkrieg politisiert, hinterfragt er seit mehr als 30 Jahren in detaillierten und faktenreichen Untersuchungen den gerne gepflegten Mythos einer freiheitsliebenden und demokratischen Supermacht.

Besondere Aufmerksamkeit seiner Analyse gilt noch immer der Funktion der Medien in einer modernen Gesellschaft. Im Mittelpunkt steht dabei eine radikale Auseinandersetzung mit ihrer Rolle bei der Durchsetzung von Politik und Macht, bei der alltäglichen, ganz "normalen" Fabrikation von Konsens.

Dieses Buch ist begleitend zu dem Dokumentarfilm Manufacturing Consent entstanden. Für Manufacturing Consent wurde Noam Chomsky über drei Jahre auf all seinen Vortragsreisen um in Nordamerika, Europa und Japan begleited und gefilmt. Erstmals entstand ein umfassender Überblick über das Denken und den Werdegang dieses faszinierenden Wissenschaftlers und politischen Kritikers. In einer eindrucksvollen  Montage werden klassische Streitgespräche (u.a. mit Michel Foucault) ebenso wiedergegeben wie Fallstudien zum Thema Kambodscha und Osttimor sowie Diskussionen über Meinungsfreiheit und libertäre Ideen.

Wege zur intellektuellen Selbstverteidigung enthält die vollständige Transkription des Films, ergänzt um thematisch passende Passagen aus seinen Vorträgen und Artikeln. So gelingt es dem Buch, den Leserinnen und Lesern dichtere und ausführlichere Informationen die Person Noam Chomsky zu vermitteln, als es in einem Dokumentarfilm möglich ist.